Auch wenn Sie zahlen, sind Sie das Produkt.
Digitale Dienste verdienen nicht nur an Abonnements und Käufen. Sie profitieren auch von Ihren Daten, Ihrer Aufmerksamkeit und Ihrem Verhalten. Diese Kampagne macht sichtbar, wie dieses Geschäftsmodell funktioniert – auch dann, wenn Sie bereits Kunde oder Kundin sind.
Wer bezahlt, liefert trotzdem Wert
In den 2000er-Jahren beschrieb der Satz „You are the product“ vor allem kostenlose Angebote: Wer nicht mit Geld zahlte, zahlte häufig mit Daten, Aufmerksamkeit oder Nutzungsverhalten. Diese Informationen konnten analysiert, für Werbung genutzt oder auf andere Weise wirtschaftlich verwertet werden.
Heute gilt das oft auch für zahlende Kundinnen und Kunden. Unternehmen erhalten die Gebühr für den Zugang zu einem Dienst – und zugleich fortlaufend Daten durch dessen Nutzung. Sie zahlen also möglicherweise dafür, Daten liefern zu dürfen. „Even if you pay, you are the product“ lädt dazu ein, diese Beziehung kritisch zu hinterfragen.
Die Datenökonomie im Überblick
Welche Werte entstehen, wenn Sie digitale Angebote nutzen?
Ihre Nutzung
Jeder Klick, jede Suche und jede Verweildauer kann ein Signal sein.
Der Rohstoff
Ihre Daten
Profil-, Geräte-, Standort- und Interaktionsdaten zeigen Muster.
Die Grundlage
Ihre Aufmerksamkeit
Zeit auf einer Plattform ist messbar und wirtschaftlich relevant.
Die Währung
Ihre Präferenzen
Interessen und Gewohnheiten helfen dabei, Inhalte und Angebote zu personalisieren.
Das Profil
Ihre Zahlung
Ein Preis kann den Zugang finanzieren, beendet die Datenerfassung aber nicht automatisch.
Der Beitrag
Die Analyse
Aus vielen einzelnen Signalen lassen sich Wahrscheinlichkeiten und Zielgruppen ableiten.
Die Verarbeitung
Die Personalisierung
Empfehlungen, Werbung und Funktionen können an das erstellte Profil angepasst werden.
Die Ausspielung
Die Monetarisierung
Daten, Aufmerksamkeit und Verhalten können zusätzliche Einnahmen ermöglichen.
Das Geschäftsmodell
Die Entscheidung
Verstehen Sie, welche Daten ein Dienst benötigt, speichert und verwendet.
Der erste Schritt
Die Transparenz
Fragen Sie nach Zweck, Umfang, Speicherdauer und Weitergabe Ihrer Daten.
Ihr Recht auf Klarheit
Die Kontrolle
Prüfen Sie Einstellungen, Berechtigungen und datensparsame Alternativen.
Ihre digitale Selbstbestimmung
Die zentrale Frage
Ein Abo ist nicht das Ende der Transaktion
Wenn ein Dienst gleichzeitig Gebühren verlangt und umfangreiche Nutzungsdaten sammelt, entstehen zwei Formen von Wert: Ihr Geld und die Informationen, die bei jeder Nutzung anfallen. Bewusste Entscheidungen beginnen damit, beide Seiten der Transaktion zu erkennen.
Transparenz bedeutet, nachvollziehen zu können, was gesammelt wird, warum es geschieht und wer davon profitiert.
– Kerngedanke der Kampagne
Transparenz bedeutet, nachvollziehen zu können, was gesammelt wird, warum es geschieht und wer davon profitiert.
– Einordnung zur digitalen Nutzung
Transparenz bedeutet, nachvollziehen zu können, was gesammelt wird, warum es geschieht und wer davon profitiert.
– Anspruch an digitale Dienste
Stellen Sie die richtige Frage
Bevor Sie den nächsten Dienst nutzen oder verlängern: Welche Daten entstehen dabei, wofür werden sie verwendet und welche Kontrolle behalten Sie? Informieren Sie sich – denn auch wenn Sie zahlen, können Sie Teil des Produkts sein.

Projekt
Eine unabhängige Kampagnenwebsite zur Aufklärung über datenbasierte Geschäftsmodelle digitaler Dienste.
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